Samstag, 13. März 2010

Mutte (2638 m) und Grubenkopf (2337 m)

Noch immer ist es zu kalt und zu weiß für schöne Radlereien; weil ich ja trotzdem eine Saisonvorbereitung brauche, gehts mal wieder mit Schi an die Höhenmeter. Eine gute Kombinationsmöglichkeit bieten die beiden im hinteren Obernbergtal gelegenen Gipfel, die vom selbem Parkplatz aus (Waldesruh, 1440 m) gegangen werden können.
Die Mutte ist ein häufig begangener Schiberg mit einer ansprechenden, da abwechslungsreichen Routenführung. Nach den ersten Kehren auf einer Forststraße im Wald erreichen wir die wieder neugebaute Kastenalm; danach wird der Wald licht und über mehrere Stufen steigen wir bis zu dem vom Joch herunterziehenden Hang. Hier ist an lawinenkritischen oft der Umkehrpunkt, heute aber können wir problemlos bis zum Joch und über den etwas harschigen, verblasenen Grat zum Gipfel.
Um das Ganze zu einem schönen Familienausflug zu machen, treffen wir mittags für den zweiten Gipfel des Tages am Parkplatz auf den Rest der Familie. In großer Besatzung geht es vorbei am Obernberger See, durch den Wald bis zum Gipfelhang. Hier hat der Wind so an Stärke zu genommen, dass ein Teil der Gruppe in einem kleinen Holzhüttl Zuflucht zum Jausnen nimmt. Auch ich kehre wenige Meter unterhalb des Gipfels um, ahne ich doch schon, dass ich ab nun zwei Mitbewohner mit mir trage, auf die ich besondere Rücksicht nehmen will :-)

Zu den Daten: knapp 2000 Hm, viele Stunden und viel Spaß!

Samstag, 16. Januar 2010

Arztaler Kreuzspitze - auf Abwegen im Pulver

Die Straßen glatt, die Rolle langweilig - dabei brauche ich gar keine so guten Ausreden, um mich im Winter auf alternative Spielplätze zu begeben. Und weil oben immer besser ist als unten, suche ich mir einen Skitourengipfel mit netter Aussicht - die Arztaler Kreuzspitze.
Von obersten Ende Ellbögens führt die Route durch das Arztal, teils dem Forstweg, teils dem Sommerwanderweg folgend durch den meist ziemlich steinigen Wald, bis auf der Höhe der Waldgrenze in kurzen Abständen mehrere kleine Hütten und Almen erreicht werden. Ab hier wird das Gelände offener und für die Abfahrt lohnend. In einem weiten Bogen führt die Spur über mehrere kurze Hänge auf der orographisch linken Seite bis auf den Gratrücken, von dort noch mehrere hundert Hm bis zum Gipfel auf 2746m.
Die Aussicht von dort entschädigt reichlich für den eiskalten Föhn unterhalb des Gipfelhanges und wieder einmal drängt nur die Uhrzeit zur Abfahrt.

Sonntag, 29. November 2009

Gschnitz

Bislang dauert der vergleichsweise warme, niederschlagsarme Herbst an, welch ein Radlerglück!

Noch immer nicht habe ich alle Seitentäler des Wipptales mit dem Rennrad erkundet, also ist das Gschnitz heute mein Ziel. Was im Winter eine eindrucksvolle Kulisse zum Langlaufen bietet, ist auch zum Radfahren nicht minder geeignet, solange nicht Kilometerrekorde gebrochen werden sollen.

Nach der üblichen Anfahrt über die Brennerbundesstraße zweigt in Steinach die Straße ins Gschnitz ab. Gleich zu Beginn ist der Großteil der knapp 300 Hm zu überwinden, bevor es mit der Ortseinfahrt nach Trins wieder überwiegend flach bis zum Talschluss, dem Gasthof Feuerstein weitergeht. Hier beginnt das Fahrverbot, wenngleich die asphaltierte Straße noch ein Stück weiter Richtung Laponesalm führt.

Samstag, 7. November 2009

Achensee

Ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch verführt mich zur einer Ausfahrt zum Achensee. Tempo, Steiggeschwindigkeit und andere Zahlen sind um diese Jahreszeit ziemlich unwichtig geworden, die Kamera ist das bedeutendere Accessoire unterwegs. Vielfach bleibe ich am Straßenrand stehen, um Farben und Licht festzuhalten, etwa beim Blick von der Kanzelkehre ins Inntal (Photo).

Samstag, 31. Oktober 2009

Vals

Wie immer um diese Jahreszeit mehren sich nun die Gedanken, dass es sich jeweils um die letzte schöne Radtour des Herbstes handeln könnte. Der Schnee in der Höhe, das besondere Licht, die Kürze des Tageslichtes und natürlich die (meist einstelligen) Temperaturen verleihen dem Radeln nun einen eigenen Reiz.

Heute konnte ich mich lange zu keinem Ziel entschließen: Nicht zu steil und zu hoch, weil sonst die Abfahrt unerträglich kalt wird, aber auch nicht das flache Inntal sollte es sein, denn das wartet noch den ganzen Winter auf mich. Also kurbele ich mich auf der alten Römerstraße nach Matrei warm und fahre weiter in Richtung Brenner, immer noch ohne konkretes Ziel. In Stafflach sticht mir dann der Abzweig ins Vals in die Augen. Schon seit Jahren war ich nicht mehr dort, mit dem Rennrad gar nie. Kurzerhand biege ich nach links ab und erreiche nach der kurzen Steigung das fast flache Hochtal. Auf gut 1300 m Höhe endet die Straße an der Touristenrast (Photo). Zeit und Temperatur mahnen bald zur Rückkehr.

Sonntag, 20. September 2009

Gesäuse und Salzatal

Vom Campingplatz am Putterer See starte ich am Morgen bei noch kühlen Temperaturen zur zweiten Etappe der Österreichreise.
Der Enns abwärts folgend passiere ich Admont und kurz darauf folgt die Bundesstraße der beeindruckenden Schlucht durch das Gesäuse. Teilweise werden Radler auf der alten Straße um die Tunnels herumgeleitet und bekommen damit noch spektakulärere Tiefblicke auf den Bach.
Kurz hinter Hieflau beginnt die große Verwirrung: Um die mit furchterregenden 23% Steigung in der Karte angeführte direkte Strecke ins Salzatal zu umfahren, will ich den Umweg über Großreifling nehmen. Versehentlich fahre ich doch die erste Variante; Die kurze Rampe jedoch muss ein Flachländer geschätzt haben, da sie keinerlei Probleme für ein Rennrad bietet...
Das schon deutlich herbstliche Salzatal ist ein Genuss zum Radeln und nur die Müdigkeit lässt mich zunehmend auf den Kilometerzähler blicken. Nach etwa 125 km beende ich in Gußwerk die Etappe und steige für den Rest des Weges über den Simmering nach Wien, in das Begleitfahrzeug.

Samstag, 19. September 2009

Zell am Ziller - Schladming

Eine Tagung in Wien bietet den Anlass, die vorhergehenden beiden Tage zur Anreise mit dem Rad zu nutzen. Dank Begleitfahrzeug habe ich die Möglichkeit, die attraktivsten Abschnitte auszuwählen und eine interessante Route zu wählen. In Zell im Zillertal starte ich am Fuß des Gerlospasses, der den Tourentag gemütlich und anspruchsvoll zugleich einläutet (Photo). Schon bald nach der Abfahrt vorbei an dem Krimmler Wasserfällen treffe ich bei Neukirchen auf einen Rennradkollegen, der an meinem Hinterrad klebend mich wider Willen antreibt. Als sich die Wege nach Mittersill getrennt haben, merke ich, dass ich etwas übertrieben habe und rolle die bereits von früheren Touren mit dem Reiserad bekannte Strecke bis Zell am See betont gemütlich. Vorbei an Bruck und in Gedanken an die Glocknerradtour der vorigen Jahres folge ich der schnellstraßenähnlich ausgebauten Pinzgauer Bundssraße bis St. Johann. Hier beginnt der zweite, aber harmlose Anstieg nach Wagrain, um in Ennstal zu gelangen. Erstmals lässt mich das GPS im Stich, das mich sonst bei jeder Kreuzung des richtigen Weges versichert hat, aber bald ist der richtige Kurs wiedergefunden und schließlich erreiche ich, fast auf die Minute genau, den vereinbarten Treffpunkt in Schladming.

Zu den Daten: 173 km, 2000 Hm, knapp 7 Std. Fahrzeit.